Soester Allerheiligenkirmes
 
Gesamte Innenstadt
www.allerheiligenkirmes-soest.de

Was ein rechter Soester ist, der kommt natürlich nicht umhin die sagenhafte Soester Allerheiligenkirmes als quasi omnipräsente Kneipe zu testen, denn der diesjährige Jahrmarkt kann mit sage und schreibe sechsundvierzig (in Worten: sechsundvierzig!) Getränkebuden aufwarten. Außer diesen Bierkarussels bietet er auch noch 45 Fahrgeschäfte, 116 Verkaufsstände, 62 Imbißbuden, 82 Spezialitätenbuden und 53 Schießwagen. Ich finde, das musste mal gesagt werden, auch wenn es niemanden interessiert.

Kranke Ingenieursgehirne ersannen neue, beeindruckende Fahrgeschäfte wie den Imperator (oder heißt das Ding Triumphator, Terminator oder Vibrator ? ...Na, egal). Der bietet zwar keine aufregenden Neuerungen, denn das Teil macht in 30 Meter Höhe auch nichts anderes als andere Karussells, aber man kann zumindest aus noch größerer Höhe runterkotzen. Es trägt aber wieder einmal dazu bei, den Ruhm unserer Heimatstadt zu mehren.

Zum kurzen Verweilen auf dem Rundgang laden auch die unzähligen Losbuden ein. Überaus wertvolle Geschenke warten auf den glücklichen Gewinner. Paulchen Panther, mindestens 10 Meter lange Schlangen und rosafarbene Plüsch-Saurier sind die Hauptgewinne, und der gewöhnliche Kirmesbesucher hat sich gewiss nichts sehnlicher gewünscht, als sich mit gigantischen Teddybären durch die Menschenmenge zu drängen. Wortschwalle aus den Mündern der netten Conférenciers, von denen man nichts verstehen kann außer GewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinne GewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinne GewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinne GewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinne GewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinne GewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinne GewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinne GewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinneGewinne ziehen die unvorbereiteten Kirmesbesucher unwillkürlich in ihren Bann wie Sirenengesang.

Zur unvergleichlichen Atmosphäre trägt auch das spitze Lachen der Kegelschwestern bei, die sich um die Dudelmann- oder Bullenaugenbuden scharen, das sich selbst noch durch die Geräuschkulisse um die größeren Fahrgeschäfte seinen Weg an unser Ohr zu bahnen imstande ist.

Besondere Attraktion dieses Jahr waren wohl zweifelsohne die beiden riesigen Gorillas, die zur "Grünen Hölle" gehörten und in der Wiesenstraße die Besucher faszinierten. "Sag mal, Du großer Affe, stimmt es eigentlich, dass wir beide nur hier rumstehen, um die Kirmesbesucher mit blöden Stabreimen zu langweilen?". "Natürlich, Du stinkender Pavianarsch, wie sollte man es sonst schaffen, den Eltern der quengelnden Bälger, die in die "Grüne Hölle" wollen, sieben Mark aus dem Ärmel zu leiern !?". Lustige Idee, das.

Weitere Worte über die Kirmes, die Gaukler und das fahrende Volk zu verlieren, wäre müßig, denn für jeden hat die fünfte Jahreszeit ihren besonderen, eigenständigen Reiz. (und sei es nur Brechreiz)

Atmosphäre:  wie bei der Kaaba in Mekka
Gäste: wohl ein repräsentativer Querschnitt der bundesdeutschen Bevölkerung
Musik: Soundbrei aus dem neuesten Tekkno-Gestampfe
Einrichtung: ./.
Toilette: kein generelles Urteil möglich, kommt auf die Bude an, hinter der man gerade steht
Preise:  wie auf dem Schwarzmarkt von Sarajevo
Bewertung:
 
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